Als Grünbart ein wenig Zeit hatte, beschäftigte er lieber mit seiner Familie: mit Weißmond, und mit seinen drei weiteren Schwestern, Schattenmond, Neumond und Hellermond. Grünbart schlug vor, dass sie Berufe erlernen sollten. Die ganze Familie lernte, und es kostete eine Menge Gold. Sie hatten kein Gold, deshalb finanzierte Grünbart alles mit Gildengold.

 

 

Grünbart war schon kein junger Druide, wie früher. Er war älter, und er hatte viele Erfahrungen, er hatte die Geschichte der Welt, den Kataklysmus und den Tod von Todesschwinge, selbst durchlebt.

Grünbart mochte mehr lernen. Er mochte besserer Druide werden, deshalb reiste er in Stumwind. Da fand er einen Bibliothek, der alle Wissen der Völker der Allianz beinhaltete. Er lernte mehr über die Druiden und über den smaragdgrünen Traum.

Grünbart erfuhr, wie er seine Spezialisierung separieren kann, mit der er um Tiere verwandelt. Er konnte Bärengestalt und Katzengestalt nun besser benutzen. Er erfuhr, wie es möglich ist in eine Hirschgestalt zu verwandeln.

Der Lernprozess war aber sehr anstrengend. Grünbart hatte wenig Zeit die Gilde zu führen.

 

Die Familie konnte mit ihren Berufen problemlos zusammenarbeiten. In der Gildenbank gab es ein eigenes Fach des Gildenmeisters schon, mit dem die Transaktionen zwischen den Familienmitgliedern viel schneller waren.

Die Bart-Mond Familie konnte sehr schnell eine Menge Gold sammeln, aber Grünbart zahlte kein Gold in die Gildenbank zurück. Grünbart meinte: „Ich arbeite mehr als zwei Jahre lang für meine Gilde. Ich habe tauscherweise nichts gebeten. Jetzt habe ich Not. Ich habe schon dieses Gold verdient ohne zurück zu zahlen.“

 

 
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Grünbart war doch ruhig: „Wäre es das Ende der Gilde? Nein! Ich bin da! Wenn ich lebe, diese Gilde existiert auch. Die Gilde ist mit mir verbunden! Aber zwei Jahre sind viel. Ich habe auch anderes zu tun, und ich muss mich ein bisschen ausruhen. Wenn ich nicht lerne, möchte mich entspannen, die Pflichte hinterlassen. So einfach ist es.“

 

 
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Grünbart war sehr tätig. Er lernte viel, und mit seiner Familie sammelte er das Gold. Es war ihm sehr angenehm, aber der Gilde nicht. Von Tag zu Tag waren immer weniger Mitglieder online, und die Mitgliederanzahl war immer niedriger. Erste Mal dreihundert, dann zweihundert, und langsam war sie unter hundert. Was machte Grünbart? Der Leser stellt wahrscheinlich diese Frage. Die Antwort: Nichts! Der Gildenmeister hatte keine Zeit und kein Lust um die Mitglieder zu kümmern. Die Mitglieder verließ die Gilde. Die Gilde war still. Die Gildenbank war leer. Kein online Spieler. Keine Gildeninstanz, kein Gold.

 

Es war nicht vermeidbar, die Gilde wurde eine schlafende Gilde.

 

 

 
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Schlafende Gilde

Mai - August 2012

 
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