einführung
die briefmarken von ungarn
Die Geschigte der
Briefmarkenausgaben Ungarns bzw. der als ungarisch zu betrachtenden Briefmarcen
können von der Geschigte Ungarns nicht getrennt werden.
Österreichische postverwaltung
in ungarn
Die ab 1. Juni 1850 bis
zum 30. April 1867 herausgegebenen österreichischen Briefmarken wurden auch in
Ungarn, als auf einem Provinzialgebiet in Vertrieb gesetzt. Diese Briefmarken,
falls sie auf dem damaligen Gebiet Ungarns zur Frankatur angewandt wurden,
gehören in erster Linie zu ungarischen Briefmarkensammlungen obwohl die
Österreich-Sammler-aus leichtverständlichen Gründen - die Exemplare mit
ungarischer Entwertung ebenfalls zu ihrer Sammlung rechnen.
ungarische postverwaltung
der Provinzcharakter von Ungarn hat
mit dem Ausgleich von 1867 aufgehört, dadurch hat der Weg vor der selbständigen
Tätigkeit der Ungarischen Post geöffnet. Die neuen Briefmarken Österreichs
identisch waren, wurden von der Staatsdruckerei Österreich hergestellt und am
1. Juni 1867 von der Postverwaltung Ungarn auch in Vertrieb gesetzt. Zur
Frankatur konnten sie bis zum 31. Juli 1871 angewandt werden.
Die ersten heimisch gedruckten
Briefmarken, die sog. „Steindruck“ bzw. „Kupferdruck“ Serien wurden am 1. Mai
1871 von der Ungarischen Post herausgegeben.
Lokalausgaben
Nach dem I. Weltkrieg abschliessenden
Waffenstillstandsabkommen vom 3. November 1918 in Belgrad begann die Besetzung
von einigen Ungarns. In dieser Zeitperode wurden eine bedeutende Menge aus den
früheren ungarischen Briefmarken – einerseits der Tariferhöhung folgend,
anderseits wegen der neuen Staatszugehörigkeit – aufgedruckt.
Ein Teil von Westungarn wurde durch
den Friedensvertrag Österreich angegliedert. Auf dem geräumten Geibet
errichteten die ungarischen Freischaren unter dem Namen „Lajabánság“ (dem Fluss
Leitha entlang) eine neue Republik und sie gab neue Briefmarken heraus.
Die in Nyíregyháza herausgegebenen
Notbriefmarken und die Aufdrucke in Abony stehen in Verbindung mit den
Kriegsereignissen des II. Weltkrieges.
Während der Revolution 1956 wurde
ein Teil des Briefmarkenvorrates des Postamtes Sopron 1. (Ödenburg)
aufgedruckt.
Wasserzeichen
Die ungarischen
Briefmarken wurden bis zum Jahr 1881 auf einem Papire ohne Wasserzeichen
gedruckt. Zwischen den Jahren 1881 und 1962
wurde Papier mit Wasserzeichen angewandt. Die Wasserzeichen sind mit den
Ordnungszahlen I – XII. bezeichnet.
Vom
Jahre 1962 an werden die ungarischen Briefmarken auf Papier ohne Wasserzeichen
gedruckt.
Zähnung
Bei der
ersten Ausgaben wurde Kastenzähnung angewendet, aber schon im Jahre 1874 ging
man zur Linienzähnung über und lediglich die Blocks wurden auch weiterhin mit
Kastenzähnung Perforiert. Seit 1906 kommt praktisch ausnahmslos Kammzähnung
vor.