


Cenarius wusste
nicht, was der Plan von Grünbart war. Grünbart mochte gar nicht seinen
alten Gildenmitgliedern folgen. Als er über die Möglichkeiten nachdachte,
sah er durch seinen Anschluss keine bessere Gilde. Er hatte in der
Gegenwart nicht so aktiv mitgespielt, und es würde in der Zukunft
wahrscheinlich auch nicht anders. Der Gildenmeister stimmte überein, dass
die Entscheidung von seiner Wächter rechtmäßig war. Es war zu viel Zeit in
dem smaragdgrünen Traum vergangen.
Nicht die
Mitglieder hatten ihnen Meister verlassen. Der Meister war es, der seine
Mitglieder schon früher verlassen hatte.
Grünbart sah
nun alles klar. Sein Wut und Leid gingen weg. Die Gilde war schon anders
als früher, und der Gildenmeister war auch nicht dieselbe Person, mit der
alles angefangen hatte. Zeiten ändern sich!
Grünbart ging
in seine Bank, und nahm alle eingelagerten Gildensachen raus. Er brauchte
sie nicht mehr, sondern seine Mitglieder. Er sendete alle Sache per Post
für Asternei und Frierkatze.
Nur das Gold war das Einzige, von dem er eine Menge - die Hälfte - behielt,
als Lohn für seine fünfjährige Arbeit. Die andere Hälfte hat er aufgeteilt.
Ein Viertel bekam die Mitglieder in
der neuen Gilde, und ein Viertel bekam die treuen und noch immer aktiven
Mitglieder in der alten Gilde.
„Zum fünften
Geburtstag viel Glück, meine... liebe.. Gilde..“
Grünbarts
Arbeit und seine Geschichte beendet hier. Die Mitglieder, die sich jetzt ‚Teldrassils Nachtwache‘ nennen, haben die Aufgabe,
diese Geschichte weiterzuschreiben.
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Cenarius hörte
Grünbarts Worte, aber seine Meinung war ein bisschen anders: „Es war immer
dein Traum eine gute Gilde zu bilden. Du bist noch sehr jung gewesen, als
du alles angefangen hast. Du wolltest eine Gilde sehen, die von dir
gegründet wurde, die lebensfähig ist, die netten und aktiven Mitglieder
hat, Mitglieder, die, wenn es so kommt, ohne den Gildenmeister auch
zusammenspielen können. Grünbart, vergiss deinen Ärger, und öffne deine
Augen! Du hast es geschafft! Es gibt jetzt eine Gilde in der Welt, die von
dir stammt. Es ist egal, ob sie sich als ‚Anhänger des Cenarius‘ oder als ‚Teldrassils Nachtwache‘ nennen. Dein Erbe führen sie in
der Zukunft. Du selbst hast ihre Anführer ausgebildet! Deine Lehren, deine
Werte leben in der Mitgliedergesellschaft weiter! Du hast Recht. Jeder
Meister muss schwere Entscheidungen treffen zum Wohle der Gilde. Deine
Ausbildung war gut. Das Geschehen zeigt es! Deine Mithelfer konnten die
Entscheidung treffen. Ihr Ziel ist identisch mit Deinem: Das Wohl der
Gilde. Ich sage nicht, dass deine Anführung schlecht war, oder dass deine
Mithelfer alles besser machen können, aber die Gilde wird jetzt sicherlich
anders. Du hast viele Aspekte ausprobiert, ich erinnere mich, als du als
eine kleine Esche den Weg zum Licht gesucht hast! Es ist schon viele Jahre
her. Du solltest die Möglichkeit für die nächste Generation geben, damit
sie vielleicht eine bessere Gilde schaffen!“
Das Hyjal war
still, man hörte nur die Vögel. Grünbart schwieg. In seinem Inneren
wirbelten die Gefühle. Sein Herz und sein Kopf sprachen gegeneinander. Der
alte Gildenmeister suchte nach den richtigen Worten und sagte dann
Folgendes: „Ich habe mir oftmals meinen Traum vorgestellt, aber ich habe
niemals gedacht, dass er auf diese Weise wahr wird. Du hast Recht. Wenn wir
so sehen, mochte ich eine Gilde, die mich nicht braucht. Und ja... ich
wurde eine solche Gilde geschafft. Trotzdem bin ich nicht zu lustig.“
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Zeiten ändern sich
Januar - April 2015
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Grünbart war
ratlos, deshalb besuchte er seinen Meister, Cenarius in dem Hyjalgipfel.
Der große
Halbgott schaute Grünbart an und sagte: „Ich grüße dich! Grünbart, bist du
das? Du bist alt geworden, seit ich dich das letzte Mal gesehen habe. Seine
Haare.. so grau..“
„Ja“ - Grünbart
unterbrach Cenarius mit lustlosen und borstigen Worten - „ich bin nicht
mehr unsterblich seit vielen Jahren.. Zeiten
ändern sich, und ich auch. Die Farbe meinen Harre passt nicht mehr zu
meinem Namen, das ist sicher, aber ich kann nichts dagegen tun..“
Cenarius wusste
und fühlte auch, dass etwas bei Grünbart nicht stimmte, deshalb fragte er:
„Und warum bist du so weit gereist? Dein Besuch ist sicher nicht ohne Grund
erfolgt!“
„Du hast Recht“
- antwortete Grünbart - „meine Gilde.. ich weiß
nicht, was ich tun soll.. Ich habe versagt! Die
einfachen Mitglieder.. ICH habe sie aufgehoben! ICH habe sie ausgebildet!
ICH habe ihnen alle Tricks und Methoden gezeigt, wie man eine Gilde gut
führen kann! Und jetzt.. jetzt, wo ich die Seele der Gilde endlich gefunden
habe.. wo nun alles in der Gilde gut klappt.. sie
haben mich verlassen! OHNE EINEN ABSCHIED! Sie haben die Gilde verlassen,
und alle meinen besten Mitglieder folgte ihnen!
Ich habe ihnen alle Macht gegeben, ihnen alle Rechte eingeräumt! Und
trotzdem haben sie eine andere Gilde
gegründet, diese ‚Teldrassils Nachtwache‘... Es
ist mehr, viel mehr als nur empörend!“
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„Es ist schrecklich..“
- sagte Cenarius - „..wie empörend! Dich, wer für alle Mitglieder ein
Freund war, im Stich zu lassen, obwohl du immer auf Missionen mitgegangen
bist. Sie haben mit dir so gern gespielt.“
Grünbart wurde
sprachlos, und senkte seinen Blick auf den Boden. Cenarius war schlau. Er
vermutete, wenn die ganze Gilde außer Grünbart weitergegangen war,
wahrscheinlich der Gildenmeister das wahre Problem ist. Grünbart musste die
schweren Tatsachen aussprechen: „Ich sage das nicht gerne, aber.. ich hatte keine Zeit, die ich mit meiner Gilde
verbringen gekonnte.“
Cenarius war
ein bisschen zweifelnder: „Ja, es erfordert viel Zeit in dem smaragdgrünen
Traum zu kämpfen. Aber du kannst doch mehrmals zurückkehren! Warum hast du
keine Zeit für deine Gilde?“
„Ich habe Zeit
für die Gilde“ - sagte Grünbart - „aber nicht zu spielen! Ich fülle die
Gildenbank auf, ich halte auch die Rangordnung in Ordnung, ich habe eine
Menge Aufgabe zu administrieren und die Wächter zu koordinieren.“
„Und ist es gut
so?“ - fragte Cenarius.
„Ja!“ -
antwortete Grünbart schlüssig - „Zu einer Gilde gehört ein System, also Hierarchie
und Regeln! Wenn sie gut funktionieren, ist es für alle Mitglieder gut. Ich
verstehe, sie hätten gerne mit mir gemeinsam gespielt, aber... jeder
Gildenmeister muss schwere Entscheidungen zum Wohle seiner Gilde fällen.“
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Cenarius
verstand Grünbarts Gefühl. Er versuchte sein Leid zu lindern: „Sei nicht
traurig! Du kennst sie, du weißt, wo sie sind. Du wärst sicherlich
willkommen. Sie würden dich einladen, wenn du darum bittest. Ich bin
sicher, dass du den passenden Rang auch bekommen würdest! Los, komm wieder
zusammen mit deiner Gilde!“
Grünbart dachte
schnell nach, was wäre, wenn er in diese neue Gilde eintreten würde.
Cenarius schaute den denkenden Gildenmeister, der anfing zu schmunzeln. Grünbart
bedankt die Hilfe bei Cenarius, und verbeugte sich vor ihm. „Du bist so
weise! Deshalb habe ich dich zum Meister gewählt. Ich danke euch alles!“
Cenarius nickte, und Grünbart kehrte nach Hause zurück.
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Cenarius
blickte nachdenklich zum Himmel, und nach ein paar Momenten auf Grünbart:
„Das ist Recht. Trotzdem, wenn ich mich recht erinnere, hast du die ‚Seele
der Gilde‘ in ein paar Mitgliedern gefunden. Also denkst du, dass die Gilde
der Körper ist, und dass die begeisterten spielerischen Mitglieder die
Seele der Gilde sind, oder?“
„Ja!“ -
antwortete Grünbart, und erzählte alles über seine Eindrücke - „Es hat mich
immer gestört, dass meine Gilde so ‚seelenlos‘ ist. Wenn ich kein Ereignis
organisiert habe, haben die Mitglieder ohne mich nichts gemacht. Ich musste
immer selbst das Leben in der Gilde halten. Mein Traum war immer eine
Gilde, die fähig ist, ohne den Gildenmeister etwas gemeinsam zu
unternehmen. Ich habe den Kodex der Wächter geschireben, ich habe Mithelfer
befördert, damit die Gilde ohne mich ein paar Ereignisse organisieren
konnte. Und jetzt.. ich habe fast geschafft..
aber.. die Verräter haben alles kaputt gemacht.“
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