Über den Institutsvorstand

Zsuzsa Bognár

Ich studierte Germanistik und Hungarologie an der ELTE. Zwischen 1985 und 1990  arbeitete ich als Museologin für Literaturgeschichte im Komitatsmuseum Somogy in Kaposvár und daneben erhielt ich von 1986 bis 1989 das Fernstipendium der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1995 unterrichte ich am Germanistischen Institut der Péter-Pázmány- Katholischen Universität. Die Verteidigung meiner Dissertation Literaturkritisches Denken im Pester Lloyd 1900-1914  erfolgte 1999 an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Seit anderthalb Jahren bin ich mit der Leitung des Germanistischen Instituts beauftragt.

Meiner Meinung nach soll die wichtigste Funktion eines Universitätsstudiums darin bestehen, durch die intensive Beschäftigung mit einem Problembereich das Denken zu schulen, die Studierenden für Orientierung im gegebenen geistig-kulturellen Klima zu befähigen. Ein solches Studium erscheint für mich dann als erfolgreich, wenn der Studierende durch die vermittelten Lehrinhalte persönlich angesprochen wird. Weniger die Verwirklichung von Karriereplänen sollte dabei erzielt werden, sondern – mit den Worten eines deutschen Dichters des vorigen Jahrhunderts ausgedrückt – „die angemessene Anwendung seiner [seelisch-moralisch-kognitiven] Fähigkeiten”.