Wenn jemand mir die Frage stellt, wie ich mich auf der Premiere des Stückes Der Park gefühlt habe, habe ich sehr gemischte Gedanken. Vorher habe ich kein Theaterstück mit der Inszenierung von Róbert Alföldi gesehen, aber natürlich habe ich schon einiges über ihn und seine „Modernisierung” gehört. Im Internet habe ich ein bisschen recherchiert, um die wichtigsten Tatsachen über Botho Strauß und sein Stück zu erfahren. Das Thema hat mir sofort gefallen, aber ehrlich gesagt, hatte ich ein bisschen Angst vor Alföldi. So bin ich mit großer Neugier ins Theater gegangen.
Zwischen den zwei Teilen des Stückes habe ich einen großen Unterschied gemerkt. Der erste Teil war eher nach meinem Geschmack, aber nach der Pause kam die große Schockierung. Nach der Vorführung habe ich noch lange über den Park nachgedacht. Warum hat Alföldi das Stück so inszeniert? Was war sein Ziel mit diesem großen Kontrast? Ich konnte diese Fragen nicht vergessen. Lange habe ich mir über das Schauspiel von Botho Strauß Gedanken gemacht. Leider kann ich bis jetzt nicht sagen, dass ich alles verstehe, dass ich auf alle meiner Fragen eine Antwort gefunden habe, aber nach einigen Tagen haben sich meine Gefühle schon geändert. Vielleicht war das Ziel von Alföldi eben das. Vielleicht wollte er uns so schockieren, dass wir erst nach mehreren Tagen verstehen können, warum er dieses Stück so gemacht hat…
Ich empfehle dieses Stück besonders denjenigen, die nicht nur die „Happy End – Geschichten“ mögen, die sich im Theater etwas Ernstes, etwas zum Nachdenken Erregendes anschauen möchten.
Hedvig Herczeg