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Ein erster Eindruck von Ungarn, Budapest, Ungarn und Budapestern
Mein Name ist Ricarda Linnenbrink und seit dem 01.04.09 mache ich für fünf Monate Praktikum beim Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum in Budapest, kurz Zentrum genannt.
Das Zentrum beteiligt sich daran, die Kultur, Sprache und Tradition der in Ungarn lebenden deutschen Minderheit zu bewahren und diese weiter noch allen Interessierten nahe zu bringen. Im Vordergrund meiner Arbeit steht die Internetseite des Instituts, wofür ich Artikel verfasse, deutsche Texte lektoriere etc., aber ebenso beteilige an der Organisation kultureller Projekte wie z.B. ganz aktuell dem Jugendfilmfest abgedreht.
Ich freue mich sehr auf die Arbeit beim Zentrum und ebenfalls freue ich mich darauf, den Sommer in Budapest zu verbringen und somit die Gelegenheit zu haben, eine so faszinierende Stadt bei Tag und natürlich bei Nacht kennenzulernen.
Meine Beobachtungen:
- es wird viel geraucht in Ungarn/Budapest, ein Nichtrauchergesetz gehört hier wohl der fernsten Zukunft an
- außerordentlich viele deutsche Supermärkte und Konzerne stechen ins Auge, ob nun Aldi, dm, Kaisers, Allianz, Generali oder Neckermann, so kann sich ein Deutscher in Budapest immer auch ein bisschen zuhause fühlen
- es gibt auffallend viele Blumenläden; wie mein amerikanischer Klassenkamerad Sean ganz richtig bemerkte, was in den USA Dunkin’ Dounuts ist, sind hier kleine Läden, die ein Schild mit der Aufschrift „virág“ ziert
- alle 20 m befinden sich Mülleimer
- ebenfalls alle 20 m finden sich kleine Urinlachen, mit denen die vielen Hunde ihr Revier markiert haben
- Höflichkeit wird in Ungarn noch groß geschrieben: Männer lassen Frauen beispielsweise stets den Vortritt und leiten sie förmlich durch die Türen
- an außergewöhnlich vielen Häusern findet sich neben der Eingangstür eine Tür, die direkt in den Keller führt, oft verbergen sich Bars oder Geschäfte dahinter
- es gibt sehr viele Leute in Budapest, zumindest auf Pester Seite
- schon die jüngsten Mitbürger legen gesteigerten Wert auf den Schutz ihrer Augen oder auf den richtigen Style, jedenfalls tragen sie früh Sonnenbrillen
- ebenso wie in Deutschland gibt es auch in Budapest eine große türkische Gemeinde, wodurch eine hochwertige Qualität der Döner gesichert ist
- der Kaffee schmeckt wie angekündet überdurchschnittlich stark
- das öffentliche Verkehrsnetz in Budapest ist sehr präzise durchdacht, es heißt dass kein Bewohner der Hauptstadt weiter als 500 m von einer Haltestelle entfernt wohnt
- die längste Theke der Welt befindet sich in Budapest und nicht in Düsseldorf, wie schon nach einer Woche Aufenthalt ausgemacht werden konnte
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